Ostsee

Flensburg - Ferien Urlaub in Flensburg an der Ostsee

›› Kunden Login
Sponsored Links:

Informationen:

Ortschaften/ Inseln:

Unterkünfte
Flensburg - Ferien Urlaub in Flensburg an der Ostsee
                                                                             zurück zur Übersicht

Flensburg

...(dänisch Flensborg ,friesisch Flansborj ) ist eine kreisfreie Stadt im Norden Schleswig-Holsteins . Flensburg ist Zentrum des Landesteils Südschleswig . Nach Kiel und Lübeck ist Flensburg die drittgrößte Stadt des Landes. Flensburg ist die nördlichste Stadt Deutschlands.

Die nächsten größeren Städte sind Kiel (86 km südlich) und Kolding in Dänemark (etwa 90 km nordöstlich).


Deutschlandweit bekannt ist Flensburg:
als der Sitz der Punktekartei für Verkehrssünder beim Kraftfahrt-Bundesamt
als der Sitz der Erotikversandhändler Beate Uhse und Orion Versand
als Herkunftsort des Flensburger Bieres (Flensburger Pilsener, auch " Flens " genannt)
als ehemals größter Standort von Rumhandlungshäusern (Flensburger Rumverschnitt )
als das Zentrum der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein
für den Marinestützpunkt und die Marineschule Mürwik
für sein Nordertor, ein Stadttor, welches eine Dauer- Briefmarke der Deutschen Post schmückte
für die Handball-Bundesliga -Mannschaft SG Flensburg-Handewitt

Ferien Urlaub in Flensburg


Geografie

Flensburg befindet sich im Norden des Bundeslandes Schleswig-Holstein direkt an der deutsch-dänischen Grenze. Nach Westerland auf Sylt ist sie die zweitnördlichste Stadt in Deutschland. Flensburg liegt im inneren Winkel der Flensburger Förde , einer Ausbuchtung der Ostsee , teils in einem Tal teils auf umliegenden Höhen. Das Ostufer Flensburgs wird bereits zu der Halbinsel Angeln gerechnet.

Die Höhe der Stadt zählt etwa 20 m über NN. Die sich in einem Tal befindende Altstadt liegt bei 12 m. Der höchste Punkt der Stadt liegt bei 63,8 m über NN. Die Stadtgrenze ist 32,0 km lang. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Norden nach Süden 7,6 km und von Osten nach Westen 9,6 km.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden des Kreises Schleswig-Flensburg und der dänischen Amtskommune Sønderjylland grenzen an die Stadt Flensburg (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt):

Glücksburg (Ostsee) (Amtsfreie Stadt), Wees (Amt Langballig ), Maasbüll ,Hürup ,Tastrup und Freienwill (alle Amt Hürup ), Jarplund-Weding ,Handewitt (Amt Handewitt ), Harrislee (Amtsfreie Gemeinde) und Bov (dt. Bau) auf dänischer Seite der Flensburger Förde. Ferien Urlaub in Flensburg


Geschichte

Flensburg wurde spätestens um 1200 am inneren Teil der Flensburger Förde von dänischen Siedlern gegründet. 1284 wurde ihr Stadtrecht bestätigt, und die Siedlung stieg rasch zur bedeutendsten im Herzogtum Schleswig auf. Da Schleswig im Gegensatz zu Holstein nicht zum Deutschen Reich gehörte, war Flensburg kein Mitglied der Hanse , pflegte aber enge Kontakte mit dieser. Ferien Urlaub in Flensburg

Historiker nehmen an, dass es mehrere Gründe für die Wahl dieses Standortes gab:
Schutz vor heftigen Winden
Handelsstraße zwischen Holstein und Nordjütland (Ochsenweg /Heerweg)
Handelsstraße zwischen Nordfriesland und Angeln
große Vorkommen von Heringen

Heringe, besonders in Salz eingelegt, waren die Ware für die aufblühende Handelsunternehmen im Mittelalter: Sie wurden ins Binnenland und in fast alle europäischen Länder verschickt. Ferien Urlaub in Flensburg


Am 28. Oktober 1412 stirbt die Königin Margarethe I. an Bord eines Schiffes im Hafen von Flensburg an der Pest .

In gewissen Abständen rafften Pocken, die hauptsächlich vom Rattenfloh (Xenopsylla cheopis – Parasit, der Wanderratten befällt) verursachte Beulenpest , die Rote Ruhr oder andere Seuchen große Teile der Flensburger Bevölkerung hinweg. Leprakranke wurden streng isoliert; und zwar im St.-Jürgen-Hospital (vor 1290 errichtet), das weit vor den Toren der Stadt (an der Stelle der heutigen St.-Jürgen-Kirche) lag. Um 1500 wurde auch noch die Syphilis eingeschleppt. Das kirchliche Hospital „Zum Heiligen Geist“ stand in der Großen Straße (der heutigen Flensburger Fußgängerzone).

Der Alltag jedes einzelnen Flensburgers war sehr hart, und die damaligen Verkehrswege waren schlecht. Die Hauptstraßen waren nicht gepflastert und unbeleuchtet. Wenn es zu schlimm wurde, waren die Bürger verpflichtet, die mit Viehdünger durchtränkten Wege mit Holzstegen passierbar zu machen. Fenster hatten nur wenige Patrizierhäuser.

1485 kam es zu einem Großbrand in Flensburg. Auch von Sturmfluten blieb Flensburg in dieser Zeit nicht verschont.

Jeder Bürgerhaushalt hielt im Haus und Hof Vieh. Bürger hatten zudem eigene Kuh- und einen Schweinehirten. Unvorstellbar groß war der Unterschied zwischen arm und reich.

Der vorherrschende Glaube war der Aberglaube. Diebe wurden am Galgen erhängt und Räuber aufs Rad geflochten, und die Bürgerschaft wohnte solchen Hinrichtungen zur Abwechslung vom harten Arbeitsleben bei.

Nach dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert galt Flensburg als eine der bedeutendsten Handelsstädte im skandinavischen Raum. Selbst bis ans Mittelmeer , bis nach Grönland und in die Karibik reichten die Aktivitäten Flensburger Kaufleute. Die wichtigsten Handelswaren waren neben den Heringen zunächst Zucker und Tran , welcher auf der so genannten Grönlandfahrt durch Walfang gewonnen wurde. Erst der Dreißigjährige Krieg beendete diese Blütezeit, während der die Stadt protestantisch wurde und sich in der Folge immer mehr der deutschen Kultur und Sprache öffnete, während das Umland dänisch geprägt blieb.

Im 18. Jahrhundert erlebte Flensburg dank des Rumhandels eine zweite Blüte. Der Rohrzucker wurde aus Dänisch-Westindien importiert und in Flensburg raffiniert . Erst im 19. Jahrhundert , im Zuge der Industrialisierung, konnten sich die Flensburger Zuckerraffinerien nicht mehr gegen die Konkurrenz der benachbarten Metropolen Kopenhagen und Hamburg behaupten.

Der in Flensburg verschnittene Rum war dann ein Ausweichgeschäft im Westindienhandel - nach 1864 aber nicht mehr mit Dänisch-Westindien, sondern mit (dem damals britischen) Jamaika , von wo er eingeführt und als Verschnitt in ganz Europa vertrieben wird. Heute gibt es nur noch ein aktives Rumhaus in Flensburg "A. H. Johannsen".

Zwischen 1460 und 1864 war Flensburg neben Kopenhagen der zweitgrößte Hafen des Königreichs Dänemark und gehörte nach dem Deutsch-Dänischen Krieg (1864) zu Preußen . Es lebt aber heute noch eine große Gemeinde der dänischen Minderheit in der Stadt. Schätzungsweise bis zu 25 % der Bürger Flensburgs zählen sich ihr zugehörig. Vor 1864 waren es über 70 %, wie heute noch die dominierenden dänischen Familiennamen ( Asmussen, Claussen, Jacobsen, Jensen, Petersen, etc.) im Flensburger Telefonbuch bezeugen. Oberschicht und Bildungsbürgertum waren allerdings schon damals deutsch, und nach 1864 setzte sich die deutsche Sprache in der Stadt immer weiter durch.

Am 1. April 1889 wurde Flensburg ein eigenständiger Stadtkreis (kreisfreie Stadt) innerhalb der Provinz Schleswig-Holstein , blieb aber Sitz des Landkreises Flensburg. 1920 wurde nach Beschluss des Völkerbundes über den Grenzverlauf abgestimmt. Infolge der Abstimmungsergebnisse (und des Zuschnitts der Abstimmungszonen) gingen Flensburgs nördliche Gebiete an Dänemark .Siehe auch: Südjütland , während sich Flensburg mit großer Mehrheit für den Verbleib bei Deutschland entschied.

Die Stadt Flensburg erhielt im Gegenzug für das mehrheitlich pro-deutsche Stimmverhalten eine große Veranstaltungshalle: das "Deutsche Haus", das als "Reichsdank für deutsche Treue" von der Reichsregierung gestiftet wurde.

Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt so gut wie keine Kriegsschäden. 1943 starben allerdings über 20 Kinder nach der Bombardierung ihres Kindergartens, und kurz nach dem Krieg forderte die Explosion eines Munitionslagers zahlreiche Opfer. 1945 zog sich Admiral Karl Dönitz nach der Eroberung von Berlin mit den restlichen Regierungsmitgliedern des Deutschen Reichs in die Fördestadt zurück, bevor er und seine Regierung in der heutigen Marineschule in Mürwik von britischen Truppen verhaftet und abgesetzt wurden. Damit war Flensburg für einige Wochen der Sitz der letzten Reichsregierung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg überschritt die Einwohnerzahl für kurze Zeit die 100.000-Grenze und machte Flensburg zur Großstadt , doch sank die Einwohnerzahl danach wieder ab. Ferien Urlaub in Flensburg

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Südschleswig und insbesondere in Flensburg eine starke prodänische Bewegung, die an die Ideen der Eiderdänen anknüpften. Ihr Ziel war der Anschluss der Stadt und des Landesteils Schleswig an Dänemark. Flensburg hatte in den ersten Jahren nach 1945 einen von dänischen Parteien dominierten Rat und entsprechend dänische Bürgermeister.

Die Stadt Flensburg profitierte von der gezielten Ansiedlung militärischer Einrichtungen, die die Randlage der Stadt kompensieren helfen sollten. Seit der Wiedervereinigung nahm die Zahl der Soldaten um ca. 8.000 ab. Bis Dänemarks Eintritt in die EWG, aber auch noch heute, spielt der Grenzhandel eine wichtige Rolle in Flensburg.

1970 wurde der Kreis Flensburg um die Gemeinden des Amtes Medelby im Kreis Südtondern erweitert und 1974 mit dem Kreis Schleswig zum neuen Kreis Schleswig-Flensburg vereinigt, dessen Kreissitz die Stadt Schleswig wurde. Damit verlor Flensburg seine Funktion als Kreisstadt , blieb selbst aber eine kreisfreie Stadt.

Quelle: Wikipedia





                                                                             zurück zur Übersicht




WEBTIPPS:

Eintragen

©2005 - 2018 Harr & Weber MEDIEN | Ostsee